Märchenhafte Cinderella auf Rollen

Cinderella hat es wirklich nicht leicht im Leben: Eine strenge Stiefmutter und zwei fiese Stiefschwestern bereiten ihr nicht gerade ein glückliches Dasein. Als eine Einladung zum Ball an den königlichen Hof kommt, hat Cinderella daher schlechte Karten.

Wer kennt es nicht, das Märchen von Aschenputtel? In den vierziger Jahren machte der russische Komponist Sergejewitsch Prokofjew aus dem Stoff ein Ballett, mit „Cinderella“ in der Hauptrolle. Es folgten Musicals, eine Oper und zahlreiche Filme. Am Samstag führten Aktive des Rollsportvereins „Solidarität“ Mainspitze die berühmte Geschichte in der Sporthalle der Ginsheimer Integrierten Gesamtschule auf.

Mehr als 300 Zuschauer sind verzaubert

Mehr als 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen vier und 54 Jahren verzauberten mehr als 300 Zuschauer. In der Hauptrolle brillierten Sophia Moise als „Cinderella“ und Annika Wolbert als hartherzige Stiefmutter. In die Rollen der beiden gehässigen Stiefschwestern waren Celine Bartholomä und Sina Kretz geschlüpft. Die Musik entstammte nicht nur dem Original. Moderne Songs peppten das Schaulaufen erfrischend auf. Denn in der in mystisches Licht getauchten Halle hatten die „Cinderella“-Mitwirkenden ausreichend Platz, ihr Können auf den Rollschuhen unter Beweis zu stellen.

„Mit der Aufführung beenden wir offiziell die Saison“, erläuterte „Solidarität“-Vorsitzender Thomas Schönig. Unter der Regie der Trainerinnen Annika Wolbert, Xenia Thau, Luisa Maierle und Ilona Wojciechowski-Fritsch hatten die Mitwirkenden wochenlang geprobt. Die Kulissen entstanden in liebevoller und zeitintensiver Handarbeit. „Da steckte schon insgesamt eine Menge Arbeit dahinter“, freute sich Vorsitzender Schönig über das Engagement seiner Aktiven. Entsprechend aufgeregt waren die Mitwirkenden vor Beginn der Vorstellung. Während sich die Zuschauerränge füllten, schlüpften alle in die zum Teil opulenten Kostüme. Die Maskenbildner hatten alle Hände voll zu tun. Hinter den Kulissen herrschte ein Gewusel wie in einem Bienenstock. Die einzigen Jungs, die an der Aufführung teilnahmen, waren damit betraut, die Requisiten zu bringen und wieder wegzuschaffen.

Und am Schluss, nachdem „Cinderella“ doch noch zu ihrem ersehnten Traumprinzen gefunden hatte, gab es von den Zuschauern den verdienten Lohn in Form von nicht enden wollendem Applaus.

Ralph Keim

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